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Temporäre Architektur für Marken nachhaltig gestalten

Neuer Raum für Marken
Räume für Marken entstehen seit einiger Zeit auch abseits von Flagship-Stores. Den Anfang machte vor einigen Jahren das Modelabel Comme des Garçons mit seinen temporären Guerilla-Stores in brachliegenden Fabrikhallen. Zwei Jahre später zog die Supermarktkette Wal Mart nach, Marken wie adidas und Louis Vuitton folgten. Heute locken sogenannte Pop-up-Stores, temporäre Bars und Restaurants – meist als kooperative Blüte von Kunst und Mode – regelmäßig gut ver¬netzte Großstädter an. Comme des Garçons eröffnete in Paris 2008 bereits ein neues temporäres Konzept: Pocket-Stores. Zwischen Geschäften für den Alltagsbedarf offerieren sie in kleinen Ladenräumen, ausgekleidet mit einer weißen Box, eine Bekleidungskollektion des Labels sowie seine Duft- und Accessoire-Linien. Die Vorteile dieser neuen Store-Kon-zepte sind niedrige Mieten, die Nähe zum Alltag des Konsu¬menten sowie kostenlose Werbung über digital ausgeweitete Mundpropaganda. Das Phänomen zeigt aber auch eine grundlegende Entwicklung auf.(...)